WER BERÄT MICH RICHTIG ?
Wie bei einem guten Anwalt, oder bei einem guten Arzt weiß man meist leider erst nachher wer der optimale Partner in Veranlagungs- und Versicherungsfragen ist. Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Sie den optimalen Berater bekommen, bieten wir Ihnen hier die Auswahlkriterien.
Die verschiedenen Gruppen der Berater sind folgende:
Angestellte und Agenten
Beide sind per Anstellungs-/Zusammenarbeitsvertrag zur Treue ihrem Arbeitgeber gegenüber verpflichtet. Sie dürfen meist nur die Produkte einer oder weniger Versicherungen verkaufen. Damit entstehen ihnen Nachteile:
- Da keine Versicherung in allen Bereichen die Beste ist, kaufen sie über diesen Vertriebskanal meist zu teuer.
- Da Agenten und Angestellte meist nicht den richtigen Marktüberblick haben (können), müssen sie Ihnen oft den nicht optimalen Versicherungsschutz verkaufen. Selbst wenn Sie die besseren Deckungen des Mitbewerbs kennen, sind sie an Ihre Vertriebspartner gebunden und müssen so manchmal veraltete und unzureichende Produkte anbieten. Immer wieder gibt es dann im Schadensfall das "böse Erwachen".
- Im Großschadensfall stellt sich immer die Frage, ob Ihr angestellter Vertreter oder Agent eher an seinem Job hängt oder mit voller Kraft um Ihre Millionen kämpft.
Banken
Neben den oben genannten Nachteilen des Versicherungsangestellten ist der Bankangestellte eben primär auf Bankenprodukte spezialisiert. Versicherungen und Pensionsvorsorgen muss er im Auftrag seiner Vorgesetzten meistens nur zusätzlich zum Girokonto und Sparbuchgeschäft verkaufen um der Bank Deckungsbeiträge zu verschaffen. Somit bleibt die Fachkenntnis des Bankers in Versicherungs- und Pensionsvorsorgefragen nicht selten noch hinter jener der Versicherungsangestellten zurück.
Im Veranlagungsbereich hat der Bankangestellte nicht selten den Auftrag zumindest 50 % der Veranlagung in hauseigene Produkte (z.B. Anleihenfonds) zu lenken, selbst wenn er weiß, dass es am Markt teilweise noch bessere gibt.
Vermögensberater
Sie haben den Vorteil meist nicht nur an eine Bank oder Versicherung gebunden zu sein. Daher können Sie im Veranlagungs- und Finanzierungsbereich objektiv und individuell beraten. Leider dürfen Sie vom Gewerberecht her dem Kunden nicht im Sachversicherungsbereich helfen.
Vorsicht: Insbesonders bei Strukturvertrieben fehlt noch oft die Erfahrung des Beraters! (Informieren Sie sich, ob der Berater schon länger im Geschäft ist.) Gerade hier ist die Gefahr groß, dass Sie den vermeintlichen Berater 1 bis 3 mal bis zum Pensionsversicherungsabschluss sehen und dann nie wieder. Bei Ändererungen Ihrer Lebenssituation müssen Sie dann mühsam in zahlreichen Telefonaten mit dem Verwaltungsaperat der Versicherung bzw. Bank selbst zu regeln versuchen.
Versicherungsmakler
Achten Sie darauf, dass Sie von einem staatlich geprüfeten Versicherungsmakler beraten werden. Dieser musste:
- eine mehrjährige Praxis und Erfahrung nachweisen.
- in einer staatlichen Prüfung sein hohes fachliches Wissen unter Beweis stellen.
Der Versicherungsmakler ist darüber hinaus per Gesetz verpflichtet Ihre Interessen gegenüber den Versicherungen zu vertreten. Er muss für Sie das optimale Preis/Leistungsverhältnis ermitteln ("best advice" genannt). Somit ersparen Sie sich das lästige Feilschen um Rabatte. Der Makler setzt zusätzlich seine Marktmacht ein um für Sie optimale Konditionen zu erreichen.
Im Veranlagungsbereich darf er allerdings nur Versicherungsprodukte anbieten. Dies stellt in Vermögensfragen einen Nachteil gegenüber dem Vermögensberater dar. Finanzierungen sind von seinem Gewerbeschein nicht umfaßt. Dies kann Nachteile für den Konsumenten bedeuten.
Bei der Auswahl Ihres Versicherungsmaklers sollten Sie darauf achten, daß wenigstens ein leitender Mitarbeiter des Büros mehrere Jahre in der Schadenabteilung einer Versicherung gearbeitet hat, damit im Schadensfall Sie durch einen mindestens so qualifizierte Person vertreten werden, wie die Versicherung.
Ideal ist es, wenn das Produktmanagement und die Schadenabteilung Ihres Makler von einem Juristen geleitet wird und Ihr Makerbüro Mitglied in einer privaten Berufsvereinigung (z.B. ÖVM) ist.
Unser Tipp:
Verlassen Sie sich in Geld und Sicherheitsfragen nicht auf abhängige Agenten, oder Versicherungs- bzw. Bankangestellte.
Suchen Sie sich ein kompetentes Büro, dass Sie umfassend in Geld UND Sicherheitsfagen beraten darf. Dazu ist sowohl der Gewerbeschein des Versicherungsmaklers und des Vermögensberaters erforderlich. Wenn Ihr Beratungsteam dann noch wenigsten einen schadenerfahrenen Juristen und sonst zumeist Mitarbeiter mit mindestens fünfjähriger Erfahrung bietet, haben Sie mit hoher Sicherheit den richtigen Partner für Geld und Sicherheitsfragen gefunden.


